Alcide De Gasperi und Konrad Adenauer, Italien und Deutschland in Europa

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Alcide De Gasperi und Konrad Adenauer gelten zurecht als die Gründungsväter der neuen demokratischen Staaten, die aus den Ruinen hervorgingen, welche die Gewaltherrschaft der Faschisten und der Nationalsozialisten in ihren Ländern hinterlassen hatte: die italienische Republik und die Bunderepublik Deutschland.

Die beiden Staatsmänner, denen es zu verdanken ist, dass in ihren beiden Ländern die Grundentscheidungen zugunsten der pluralistischen Demokratie, der Sozialen Marktwirtschaft und der Einigung Europas gefasst und durchgehalten wurden, hatten manches gemeinsam: die Herkunft aus Grenzregionen, weit in die Vergangenheit reichende politische Erfahrungen unter grundverschiedenen Herrschaftsordnungen, insbesondere auch die Erfahrung der Ausgrenzung und der Verfolgung durch die totalitären Regime, die Orientierung an den Werten und Traditionen des Katholizismus, christlich-demokratische und föderalistische Überzeugungen, und schliesslich die aus alldem sich ergebende Gewissheit, dass ihre beiden Länder, in denen sie im fortgeschrittenen Alter die politische Führung und Verantwortung übernahmen, nur in der Einheit und Gemeinschaft mit allen anderen europäischen Nachbarländern eine gute Zukunft finden würden.

Diese Gemeinsamkeiten teilten Adenauer und De Gasperi weitgehend auch mit dem Lothringer Robert Schuman und dem Luxemburger Joseph Bech, die in einem Atemzug mit ihnen genannt werden müssen, wenn von den Gründungsvätern der Europäischen Gemeinschaft die Rede ist.

Thomas Jansen

Erschienen in: Fondazione Alcide De Gasperi, Zum 50. Todestag von Alcide De Gasperi. Adenauer und De Gasperi – Gründungsväter Europas. Internationale Ausstellung  16. – 31. August 2004, Berlin.

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