“Ein Tag, an den wir uns erinnern werden”

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Auf die Initiative junger italienischer Abgeordneter wurde am 23. März 2015 das erste Treffen der „Young European Legislators“ einberufen. In der Sala della Regina im italienischen Parlament fanden sich an diesem Tag junge Abgeordnete unter 40 Jahren aus mehreren europäischen Mitgliedsländern ein.

Während die Themen European Youth Guarantee und Jugendarbeitslosigkeit an diesem Tag die inhaltliche Debatte bestimmten, sieht die „Declaration of Intents“ u.a. auch den Austausch im Hinblick auf die Themen Wirtschaft, Digitale Agenda, Energie und Umwelt vor.

Vernetzung nationaler Parlamente

Ziel des Netzwerks ist eine Intensivierung des Austausches zwischen nationalen und europäischen Abgeordneten und im Besonderen eine Stärkung des Dialogs im Hinblick auf die länderübergreifenden Themen wie Immigration, Wirtschaft, Bildung und Arbeitsmarkt, sowie Energie und Umwelt.

Weiterer Schritt der EU-Integration

„Es ist kein Zufall, dass dieser neue Schritt im Rahmen der Europäischen Integration hier in Rom stattfindet“, so Anna Ascani, Mit-Initiatorin des Netzwerks und bereits seit ihrem 25. Lebensjahr als Abgeordnete im italienischen Parlament. Die Wahl des Datums der ersten Zusammenkunft des „Young Legislators Network“ ist nicht etwa zufällig zustande gekommen. „Wir möchten damit an die Römischen Verträge anknüpfen, die am 25. März vor 58 Jahren fast auf den Tag genau den Grundstein zur Europäischen Union bildeten“, so Ascani.

Neue europäische Generation

„Als dritte Generation Europäer definieren wir nicht mehr die Grenzen der einzelnen Staaten, sondern die Grenzen Europas – das macht uns zu Europäisten“, so Brando Benifei aus dem Europäischen Parlament.

Das „Young European Legislators Network“ sieht den regelmäßigen Austausch von jungen Abgeordneten unter 40 Jahren vor. In diesem Rahmen betonte Simone Baldelli, stellvertretender Vorsitzender der italienischen Abgeordnetenkammer: „Die Tatsache, junger Abgeordneter zu sein, stellt nicht per se ein Vorteil dar, diese Tatsache bringt aber dennoch frischen Wind und Dynamik in den politischen Willensbildungsprozess.“

Wie geht es weiter?

Nach der Verlesung der „Declaration of Intents“ im Plenum wurde diese gemeinsam von Anna Ascani und Marian Wendt, CDU unterzeichnet. Laut dem Vertrag soll das nächste Treffen in sechs Monaten entweder in einem nationalen Parlament eines der Mitgliedsländer oder im Europäischen Parlament stattfinden. Der Deutsche Bundestag ist bereits im Gespräch  – wir werden die weitere Entwicklung verfolgen!

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