“Vom Imperialismus zum Dolce Vità Prinzip”

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Italien ist ja bekanntlich ein regelrechter Justiz-Dschungel. Nicht nur Laien fällt es schwer, den Überblick bei den zahlreichen Gesetzen zu behalten. Umso mehr freuen wir uns daher, dass wir in den kommenden drei Wochen Unterstützung von Paola Biti erhalten. Sie studiert Jura in Heidelberg und kann es kaum erwarten, etwas Licht ins Dickicht zu bringen! Hier eine kurze Vorstellung:

Paola Biti (Quelle: P. Biti)

„Vom Imperialismus zum Dolce Vita-Prinzip – dieser Wandel hat mich fasziniert und in die italienische Hauptstadt gelockt. Italien war schon lange zuvor zu meiner zweiten Heimat geworden. Die Leichtigkeit und Schönheit des Bel Paese hat schon manch anderem den Kopf verdreht. Doch Italien hat auch eine dunkle und ambivalente Tradition: Eine skrupellose organisiertes Kriminalität, korrupte Politiker und ein verfallenes Justizsystem. Die Mysterien und Rivalitäten eines Landes, das nach außen hin ein Nationalgefühl ausstrahlt, nach innen jedoch sehr gespalten ist, haben mich sehr beschäftigt. Besonders unverständlich erschienen mir die Ungereimtheiten in der Justiz – wie kann es sein, dass ein Land, das die ersten und besten Rechtsgelehrten ausbildete und befähigte, Verwaltungen und damit Staaten aufzubauen, selbst einer maßlosen Vetternwirtschaft verfallen kann?

Die Möglichkeit, plausible Erklärungen zu finden, habe ich nun im Auslandsbüro der Konrad Adenauer Stiftung. Einen bessere Quelle hätte ich an keinem zweiten Ort finden können: Das Büro befindet sich unmittelbar neben dem Palazzo Madama, dem Sitz des italienischen Senats und die obersten Gerichtshöfe sind nicht unweit entfernt. Den Trubel um Silvio Berlusconi erfahre ich endlich aus nächster Nähe und lerne die Gepflogenheiten der italienischen Journalisten, Politiker und Juristen kennen – das alles an einem traumhaft schönen Ort.

Ich freue mich sehr, hier sein zu dürfen!“

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